Spaß

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Hurra, nach etwas über drei Monaten (und mehrere Jahre) habe ich über fünf Kilo abgenommen. Und das ohne dumme Gedanken, schlechtes Gewissen oder übertribenem Sport. Ich war im Kino, habe mit Freunden gekocht, habe mir Leckereien gegönnt (aber überlegt und dosiert), hatte Spaß und jetzt auch noch Erfolg – das motiviert weiterzumachen!

Ein gesundes Körpergewicht beginnt im Kopf. Was mir beim durchhalten sehr geholfen hat bzw. die Motivation war, nicht mehr zu Essen als nötig, waren ein paar kleine Denkansätze:

a) Was sind die Kosten für “Dick sein” (kein Partner, miese Laune, die Hälfte der Kleidung passt nicht, man wirkt träge und insportlich, …)

b) Wie hoch ist der Gewinn “Schlank sein” (Man spart unmengen an Geld, zum Beispiel beim Essengehen für Vorspeisen, Dessert, Cocktails,  aber auch für neue Kleidung, da die alte wieder passt. Das andere Geschlecht schaut einen auf einmal ganz anders an, …)

Das jedesmal bei Unvernunft vorher durchdacht und die Unvernunft war weg ;-)

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Lange Zeit dachte ich, ich wüßte, was gesunde Ernährung ist. Und ein Jahr später wusste ich, dass ich vieles noch nicht wusste. So ging es mir Jahr für Jahr. Jeder Ernährungswissenschaftler wird es bestätigen – wir wissen nicht viel. Jede neue Diät hatte eine neue Philosophie, keine Kohlenhydrate, wenig Fett, viel Eiweiß, nur Milch und Brötchen, Low-Carb,  niedriger Glyx-Wert, Fasten, 5x täglich essen, viele kleine Mahlzeiten täglich, nur warm Essen, kein Brot, viel Brot …

Nur, für jede dieser Theorien gibt es immer auch wieder eine Gegentheorie! Zeit sich eine eigene Theorie zu machen. Wenn man all diese Regeln und ihren jeweiligen Hintergrund betrachtet, gibt es ein paar klare Gemeinsamkeiten, die auf einen einfachen gemeinsamen nenner zu bringen sind. Zu viel ist schlimmer als zu wenig, Natur ist besser als Chemie, Fett ist eher schlecht. Betrachte ich mir die durchschnittliche Lebenserwartung weltweit und die Erkenntnisse vieler schlauer Bücher und Unterhaltungen mit meinem Ernähungsberater, komme ich zu folgenden

Grundregeln:

Alles was man leicht selbst herstellen könnte, zum Beispiel ohne viele Geräte, ohne Chemie, ohne Strom ist gut, die Menge spielt dabei kaum eine Rolle. Alles andere ist schlecht und daher weitgehend zu vermeiden. Je mehr Farben im Spiel sind, desto besser. Je ursprünglicher und frischer, desto besser. Hohe Insulin-Ausschüttungen sind zu vermeiden.

Um das an Beispielen zu Erklären: Pommes Frites könnte ich nicht selbst herstellen – die Kartoffeln sind nicht das Problem, aber ich könnte selbst nicht diese Mengen Öl herstellen, und wenn, wäre es zu kostbar und zu aufwendig. Ich könnte also nicht fritieren. Fische kann ich selber fangen, Rehe, Schweine, Rinder eher selten. Geflügel dagegen relativ einfach. Obst & Gemüse ohne Problem (keine Sorge, dass schmeckt, Sie bereiten es höchstens falsch zu). Zucker kann ich nicht herstellen, Honig & Marmelade könnte man mit etwas Aufwand herstellen (also seltener verwenden), Milch und Joghurt ist kein Problem, Feinmehl oder geschälten Reis könnte ich nicht herstellen. Nudeln machen sehr, sehr viel Arbeit, wenn man sie selbst herstellt. Für Kuchen und Torten brauche ich Zucker, für Eis einen Gefrierschrank. Wasser kann ich immer trinken, Bier, Mangonektar nur mit viel Aufwand, Wein geht gerade noch, Schnapps und Cola sind nahezu unmöglich einfach selbst herzustellen. Nüsse zum selber knacken! Aromastoffe, Konservierungsstoffe (außer Zitronensäure, Essig und Salz), Bonbons …

Eine Aussnahme dieser Regel habe ich bisher eigentlich nicht gefunden. Wenn Sie eine wissen, sagen Sie mir bitte Bescheid.

Was bedeuted das nun konkret? Ich liebe Gummibärchen! Und Cola Light! Man kann regelrecht süchtig werden nach diesem Zeug. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal ganz gut ohne auskommen könnte. Ich kann! Ich schlendere durch München, der Duft von gebrannten Mandeln kommt in meine Nase und ich bekomme Hunger! Eine Packung Blaubeeren, Himbeeren oder Kirschen lösen das Problem! Auch hier löse ich das Problem mit dem Spaß-Prinzip, wenn schon kein Eis, dann wenigstens die leckerste Frucht, die zu finden ist.

Heute mache ich einen Obst-Tag. Und ich telefoniere mal mit dem einen oder anderen Sportverein …

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Welche Gegenmaßnahmen sind nötig? Nun, einfach gesagt weiß das eh jeder: Gesund ernähren, Sport treiben, Schokolade und Alkohol weglassen, … nur wie?

Als ersten Schritt empfehle ich dringend, einen ärztlichen Gesundheitscheck. In München kann ich das Klinikum Grosshadern empfehlen, hier gibt es Spezialisten genau für diese Thematik (siehe Adressen). Bei einem EKG erfährt man schell seine Pulsobergrenze, die man dringend beachten sollte. Glauben Sie mir, ich habe es schon einmal falsch gemacht. Zwei Jahre Sport ohne Ende, aber kaum Erfolge. Viel hilft leider nicht immer viel! Um stets im richtigen Puls zu trainieren, benötigen Sie unbedingt eine Pulsuhr. Es gibt hier schon günstige Einsteigermodelle ab 15 Euro. Ich habe mich für ein teures Modell von Suunto entschieden, das leider bis heute nicht richtig funktioniert :-(

Als die ultimative Sportart habe ich das Joggen entdeckt, was mir in der Vergangenheit jedoch nie Spaß gemacht hat.
Spaß ist aber das Wichtigste! Machen Sie nicht den Fehler und quälen Sie sich in einem Fitnesscenter, wenn Ihnen nicht danach ist. Machen Sie lieber etwas anderes, Hauptsache Sie machen es gerne. Lieber nicht so effektiv, aber ohne innere Wiederstände. Squash, Schwimmen, Bergsteigen, Skifahren (ohne wilde Hüttenaufenthalte), Tanzen, egal was! Planen Sie dies mehrmals in der Woche ein, ohne dass es Ihnen zum Hals heraushängt …

Aus “Ich gehe fünf mal in der Woche in das Fitnesscenter” wurden erst vier, dann drei, dann kam der Sommer und draussen ist es eh viel besser, bis man es dann ganz bleiben lässt und nur noch für das gute Gewissen Beiträge zahlt.
Investieren Sie das Geld lieber in gute Laufschuhe (unbedingt nötig), ein Profi-Sprungseil, Walking-Stöcke oder ein Designer-Sportoutfit, dass Sie wirklich gerne tragen. Meine Planung für mein EWMP-Programm (Endlich wieder Märchen-Prinz) sieht jetzt, nach diversen Fehlschägen, so aus: 1x pro Woche schwimmen in einem coolen Bad (siehe Adressen), evtl. in einem Verein? 2-3x pro Woche laufen, kleinere Strecken! Max. 5km, ich wiege zuviel, ich habe mir schon einmal durch zu viel Training fast mein Knie kaputt gemacht. Radfahren, alle nähreren Strecken per Rad und 1-2x pro Woche eine größere Tour. Ab und zu wandern oder Bergsteigen, kleine Touren, die mir mit (noch) über 100kg auch Spaß machen. Snowboarden und evtl. Tanzen oder Taekwondo. Nicht dass ich so ein Fan von Kampfsportarten bin, aber allein von dem Aufwärmtraining werden Sie fit wie nie zuvor. Nachdem alleine nie wirklich Spaß macht und man dann ja auch nicht wirklich muss, wäre ein Trainingspartner oder ein Verein nicht schlecht. Ausserdem lernt man da auch neue Leute kennen …

Ich beginne jetzt mit einem Reistag und gehe später eine Stunde schwimmen, ganz langsam, ganz ruhig, mein Körper muss sich erst einmal darauf einstellen, dass er wieder gefordert wird ;-)

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